Meditative Tänze im GlaubenGarten Pavillon

Drei Mal in dieser Saison kamen Besucher*innen zum Tanzen zu den Elementen Luft, Feuer, Wasser, Erde im GlaubensGarten zusammen. Unter der Leitung von Anna Beuting und Marlies Drestomark wurden nach jeweils einer kurzen auf das Thema einstimmenden Meditation einfache Tanzschritte mit begleitenden Gebärden eingeübt.

Sehr schnell konnten alle sich einfühlen in die Musik von Helge Burggrabe aus den "Hagios"-Zyklen (gesungenes Gebet).

Zu den Liedern "Ruach" (hebräisch: Geist, Atem), "Mayim" (hebräisch: Wasser), "Lumen" (lateinisch: Licht) und dem hebräischen "Hineni" (hier bin ich) konnten die Besonderheiten jedes Elementes nachempfunden und durch Bewegung ausgedrückt werden.

Fotos: Uschi Stehmann

Gartenspräch - Klimawandel bereitet Religionsvertretern große Sorgen

Diskussionsveranstaltung im GlaubensGarten

Wie stehen die unterschiedlichen Religionen zum Klimawandel und welche Lösungsvorschläge haben sie? Über diese und andere Fragen diskutierten sechs Religionsvertreter Ende Juli beim Gartengespräch. Auch dieses Mal folgten viele Interessierte der Einladung in den GlaubensGarten auf dem Gartenschaugelände in Bad Lippspringe.

Nachdem der Moderator und freie Journalist, Reinhard Brockmann, seine Gäste vorgestellt hatte, konnten die einzelnen Experten ihre Sichtweise präsentieren.

Diskutierten nur äußerlich auf Abstand im GlaubensGarten (von links): Emin Özel, Dipl.-Pädagogin Uschi Stehmann, Bruno Bozionek, Dr. Thomas Floeth, Diakon Ralf Bent, Dipl.-Theologe Ulrich Klauke sowie Moderator Reinhard Brockmann.

Für den Evangelischen Kirchenkreis Paderborn nahm der Umweltbeauftragte Bruno Bozionek teil. „Wir sind erbauer und Erhalter der Erde“, mahnte er und betonte, wie wichtig es ist, den Kindern und Enkelkindern einen intakten Planeten zu hinterlassen. Er machte Versäumnisse in der Vergangenheit deutlich: „Wir müssen uns bei der Jugend dafür entschuldigen, dass wir nicht eher gehandelt haben.“ Das Streben nach Wachstum und Gier kritisierte er scharf und warb für mehr Engagement von Seiten der Religionen.

Für die katholische Kirche war der Diplom-Theologe Ulrich Klauke, Leiter des Referates Weltmission-Entwicklung-Frieden beim Erzbischöflichen Generalvikariat, anwesend. Er stellte fest, dass die Klimaveränderungen auf das Verhalten der Menschen zurück zu führen sind und hob die Generationengerechtigkeit hervor. Der Theologe erinnerte auch an diejenigen auf der Erde, denen der Klimawandel schon heute sehr große Probleme bereiten würde.

Auch für die Bahá’í-Religion spiele das Klima eine zunehmend tragende Rolle. „Nach anfänglichem Streit darüber setzen wir uns mit dem Thema intensiv auseinander“, sagte Dr. Thomas Floeth. Denn der Religionsstifter Bahāʾullāh fordere schließlich, die Welt zu verbessern. Die aktuelle Corona-Pandemie hat gezeigt, so Floeth, das alle an einem Strang ziehen können, um etwas zu verändern. So sollte es auch beim Klima sein: „Wir dürfen in Deutschland die anderen Regionen der Welt nicht aus dem Blick verlieren, die viel stärker vom Klimawandel bedroht sind als wir.“

Diakon Ralf Bent vertrat die Neuapostolische Kirche. Der Ökumene-Beauftragte appellierte an jeden einzelnen Gläubigen: „Es reicht nicht aus, einen Gottesdienst zu besuchen, wir müssen alle helfen und selber unser Handeln reflektieren.“ Dies sei eine globale und ökumenische Aufgabe, für die alle Religionen verantwortlich wären. Im Katechismus seiner Kirche sei die Verantwortung für die Schöpfung erwähnt.

Die Sichtweise des Islam brachte Emin Özel, Sprecher der Schura der Paderborner Muslime, den Anwesenden vor Augen. Auch für Muslime stehe die Schöpfungsverantwortung gegenüber der Erde im Vordergrund. Im Koran werde die Schöpfung des Himmels und der Erde als wichtiger beschrieben als die des Menschen.

Auf die Frage von Reinhard Brockmann, wie politisch Christen eigentlich sein müssen, antwortete Ralf Bent: „Wir haben eine Verpflichtung, uns zu engagieren, das gilt für uns als Christen aber auch als Bürger.“ Ulrich Klauke machte in diesem Zusammenhang auf die Amazonas-Synode der katholischen Kirche im Oktober vergangenen Jahres aufmerksam. Der Klimawandel habe dabei eine große Rolle gespielt, man sei sich einig, dass man dringend handeln müsste.

Uschi Stehmann, Diplom-Pädagogin und buddhistische Sangha, kritisierte die Konsum- und Wegwerf-Gesellschaft: „Wir müssen uns im Konsum zurücknehmen und auch mal auf Urlaub verzichten.“ Sie erinnerte an den ökologischen Fußabdruck, den alle hinterlassen. Diesen zu reduzieren, sei ein Schritt in die richtige Richtung.

Der Islam, so Özel, schreibe seinen Gläubigen unter anderem vor, bescheiden zu leben und sich zurück zu nehmen bei unnötigen Ausgaben. „Selbst bei der rituellen Waschung sind wir wassersparend.“

Bruno Bozionek machte mit Blick auf die Fridays-for-future-Bewegung deutlich, dass der Klimawandel für sehr viele Menschen von großer Bedeutung ist und ein gesellschaftlicher Wandel dringend notwendig sei. Was in der Bibel bei Mose zur Bewahrung der Erde geschrieben stehe, so der Umweltexperte, müssten wir auch leben.

Umweltbeauftragter: Bruno Bozionek (3. v. links) stellte die evangelische Perspektive vor.

Am Ende der Diskussionsrunde wurde deutlich: Allen Religionsvertretern bereitet der Klimawandel große Sorgen. Sie appellierten an ihre Gläubigen, mit gutem Beispiel voran zu gehen, um einen ersten Beitrag für den Klimaschutz zu leisten.

Text und Fotos: JAN GLOBACEV

ACK-Gottesdienst zum Ökumenischen Tag der Schöpfung

Am Sonntag, 13. September, findet um 15:00 Uhr im GlaubensGarten auf dem Gartenschaugelände Bad Lippspringe unter dem Motto "Weinklang" ein Ökumenischer Gottesdienst zum "Tag der Schöpfung" statt.

Die Musikalische Gestaltung übernimmt das Ehepaar Lehnert aus Schlangen.

Folgende christliche Konfessionen sind beteiligt:

evangelisch - neuapostolisch - römisch katholisch - serbisch orthodox - syrisch orthodox.

 

Diese Konfessionen sind alle in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) verbunden.

Die Kollekte ist für die Opfer der Explosion im Libanon bestimmt.

Klang der Religionen

Rund 100 Besucherinnen und Besucher erlebten am 7. August einen eindrücklichen Abend im GlaubensGarten.
Klang der Religionen - fünf Religionen und Konfessionen hatten Beispiele aus ihren liturgischen Klängen mitgebracht.

Gesungene Gebete der orthodoxen Liturgie und die Klänge der Ney-Flöte der islamischen Mystik, zwei Jugendliche der Sikh-Gemeinde, die mit Harmonium und Tavle einen Kirtan, einen religiösen Gesang und ein Vertreter der Bahá'í, der mit Gitarrenbegleitung aus den "Verborgenen Worten"  des Religionsstifters Baha'ullah vortrugen. Ein Bläserquartett  bildete mit Chorälen aus der Evangelischen Liedtradition den Abschluss.

"Auch Klänge erzählen so viel über Inhalt und Tradition der Religionen", so das Fazit einer Besucherin, "es war eine spirituelle Reise durch ganze Glaubenswelten."

Fotos: Uschi Stehmann

Gebet der Religionen

Foto: Uschi Stehmann

Gerechtigkeit - besteht sicher nicht darin, dass Alle das Gleiche haben. Darin waren sich beim Gebet der Religionen am 28. Juni alle Vertreterinnen und Vertreter der sechs teilnehmenden Religionsgemeinschaften einig.

Ihre sehr unterschiedlichen Beiträge und Gedanken zu dem Thema veranlassten die ca. 70 Besucherinnen und Besucher, selbst bei Regen auf der Adlerwiese auszuharren. Allein mit seiner Violine setzte der junge Geiger Alireza dazu musikalische Akzente, die zum Nachdenken anregten.

Der stellvertretende Bürgermeister Martin Schulte überbrachte Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Bad Lippspringe.

Alle Teilnehmenden waren sich einig: das 20. Jubiläum des Gebets der Religionen in Bad Lippspringe wird im kommenden Jahr mit einer gebührenden Feier nachgeholt.

 

 

 

Regenbogen

In der jüdischen und christlichen Tradition ist der Regenbogen ein Zeichen für die Verbindung von Gott und Menschen.

Wer genau hinschaut, erkennt den Regenbogen über dem GlaubensGarten.

Foto: GlaubensGarten

Wieder da ....

Die Bananen sind zurück in GlaubensGarten.

Den deutschen Winter überstehen die exotischen Gewächse nur im wärmenden Haus und mit guter Pflege. Jetzt flankieren sie wieder den Eingang zum Hindu-Garten.

Bananenstauden symbolisieren Kühle und die Beherrschung.

Auf einer anderen Ebene symbolisiert die Handlung, die Schichten des Bananenstammes zu schälen, bis nichts mehr übrig bleibt, den Drang nach ewigem Wissen.

Foto: GlaubensGarten

Hoffnung hamstern - Mut und Zuversicht finden

In regelmäßig unregelmäßiger Folge --> werden hier Zitate aus den Heiligen Schriften der Religionen zum Nachlesen veröffentlicht.

 

Die Gemeinsamkeit: es geht um Hoffnung und Ermutigung in schwierigen Zeiten.

Donnerwetter?

kachelmannwetter.com

Service